Atlasgebirge und Rifgebirge
Das Atlasgebirge
Wandern, Natur & Berberkultur
Natur & Abenteuer - Marokkos Gebirgszüge
Hoher Atlas, Mittlerer Atlas, Anti Atlas und Rifgebirge
Der Hohe Atlas erstreckt sich über 700 km durch Marokko und beherbergt mit dem Jebel Toubkal (4.167 m) den höchsten Gipfel Nordafrikas. Eine atemberaubende Bergwelt, die zum Wandern, Trekking und zur Erholung einlädt. Drei Pässe führen über den Hohen Atlas.
Im Westen der Tizi n´ Test mit 2.100 m Höhe, in der Mitte der Tizi n´ Tichka mit 2.260 m Höhe und im Osten der Tizi n´ Talrhemt in 2.000 m Höhe.
Die Strecke über den Tizi-n´-Test im Westen ist für große Reisebusse nicht zugelassen. Diese Überquerung wird eher aus touristischen Gründen genutzt, da es mittlerweile eine Autobahn von Marrakesch nach Agadir gibt.
Der Tizi n´Tichka ist der am meisten genutzte Paß. Er führt aus Marrakesch in den Süden. Die Straße ist seit 2015 kontinuierlich ausgebaut worden. Es wurden Berge weggesprengt, Kurven entschärft und teilweise eine dreispurige Straße geschaffen. Natürlich dient dies einem wirtschaftlichen Nutzen, aber viel Abenteuer und Sightseeing ist damit verloren gegangen. Aufgrund der höheren Geschwindigkeit mit der jetzt gefahren wird, haben sich neue Gefahren aufgetan. Wer Zeit und Muße hat, nimmt den Abzweig nach Telouet (ca. 5km nach dem Paß) und fährt auf einer Nebenstrecke nach Ait Ben Haddou. Das Gebirge ist hier bis hinauf zum Paß bewohnt. Die vielen Berberdörfer sind zum größten Teil noch aus Stampflehm errichtet und zeugen von Jahrhunderte alter Kultur. Die Hänge sind terrassiert und bieten reichlich Anbaufläche.
Den Tizi n´ Talrhemt in 2.000 m Höhe überquert man auf der Fahrt von Midelt nach Errachidia, wenn man in die Wüste fährt. Der Hohe Atlas bietet hier ein gänzlich anderes Bild als die westlichen Pässe. Er ist spärlich bewohnt und daher auch nicht nennenswert bewirtschaftet. Die Gesteinsformationen sind sicherlich nicht nur für Geologen eine Augenweide. Tief gräbt sich er Ziz seinen Weg durch das Tal. Die Straße ist durchgehend asphaltiert und zweispurig, aber durchaus abenteuerlich, so daß langsam und aufmerksam gefahren werden muß.
Der Mittlere Atlas, den man auf der Route von Fès Richtung Süden nach Midelt erreicht, überrascht mit dichten Steineichenwäldern auf der Nordseite und großen Zedernwäldern zwischen Azrou und Ait Oufella, wo man auf die Hochebene vor Midelt kommt. In den Wäldern kann man die in freier Wildbahn lebenden Berberaffen erleben. Sie sind an Menschen gewöhnt und keine Seltenheit. Azrou und Ifrane sind die beiden bekannten Städte im Mittleren Atlas. Sie unterscheiden sich von anderen marokkanischen Orten durch ihre europäisch gebauten Häuser. Ifrane beherbergt eine internationale Elite-Universität und ist auch als Wintersport-Destination beliebt. Das gesamte Gebiet des Mittleren Atlas eignet sich für naturnahe Wanderungen und Trekking-Touren.
Der Anti-Atlas im Südwesten des Landes ist ein sehr altes Gebirge und unterscheidet sich grundlegend von den anderen Gebirgszügen. Er ist stark besiedelt mit wohlhabenden Berberdörfern und uralten Agadiren, den regional typischen Speicherburgen. Riesige Steinblöcke prägen die Landschaft. Hier werden Mandel- und Arganien-Plantagen gepflegt. Der bekannteste Ort ist Tafraoute. Besonders im Februar zur Mandelblüte ist eine Erholungsreise nur in den Anti Atlas zu empfehlen.
Das Rifgebirge zieht sich von der Straße von Gibraltar bis zur algerischen Grenze entlang der Mittelmeerküste. Im Süden geht es allmählich in die Ebenen des Gharb sowie die Vorberge des Mittleren Atlas über. In seinem Erscheinungsbild ähnelt es den Alpen. Es ist bewaldet, relativ wenig bewohnt und nicht touristisch geprägt – also Abenteuerland! Seine bekannteste Stadt ist das malerisch in den Gebirgshängen gelegene Chefchaouen mit seinen blau getünchten Häusern. Der Djebel Musa am Mittelmeer thront mit seinen 850 m am Mittelmeer gegenüber von Gibraltar. Die höchste Erhebung im Rif ist der Djebel Tidirhine mit 2.448 m. Die Region wird deutlich von Winter- und Sommerklima geprägt. Eine Kurzreise von einer Woche ist sehr zu empfehlen.
Im Atlas entdeckt man Marokko von seiner ursprünglichsten Seite – abseits der Touristenpfade, nah an der Natur und den Menschen.
📷 Bild: Atlasgebirge
4.167 m
Höchster Gipfel Nordafrikas
700 km
Länge des Atlas
Berber
Ursprüngliche Bergvölker
Ganzjährig
Wandern möglich
WAS SIE ERWARTET
Unvergessliche Bergerlebnisse
📷 Bild: Jebel Toubkal
01
Besteigung des Jebel Toubkal
Der höchste Gipfel Nordafrikas ist auch für Trekking-Einsteiger in 2 Tagen erreichbar. Der Weg führt durch das malerische Imlil-Tal, vorbei an Berberdörfern und endlosen Bergpanoramen.
Unser erfahrener Bergführer begleitet Sie sicher auf den Gipfel – ein Erlebnis, das Sie ein Leben lang nicht vergessen werden.
02
Berberdörfer & lokale Kultur
Abseits der Touristenpfade leben die Berbervölker noch heute so wie vor Jahrhunderten. Besuche in authentischen Dörfern und Übernachtungen in Lodges bieten einmalige Einblicke.
Lernen Sie die Kunst der Berberteppiche kennen, kosten Sie hausgemachtes Arganöl und erleben Sie echte marokkanische Gastfreundschaft.
📷 Bild: Berberdorf Atlas
📷 Bild: Trekking Atlas
03
Mehrtägige Trekking-Touren
Vom eintägigen Wanderausflug bis zur 10-tägigen Trekking-Expedition – wir gestalten die Tour nach Ihren Wünschen und Ihrer Fitness.
Maulesel tragen Ihr Gepäck, erfahrene Guides führen Sie sicher durch die Bergwelt und sorgen für köstliche Verpflegung unterwegs.
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